1043 wurden in einer Urkunde des Erzbischofs Bardo von Mainz
erwähnt.
Veltperg, Nantosvelta! Nantosvelta, so wurde eine Göttin der Kelten genannt. Man weiß, dass sie an besonderen Orten (Bäumen, Felsen, Quellen) ihre Götter und Göttinnen verehrten. Warum also nicht auch hier oben auf dem Berg mit seinem Quarzit-Felsen?
Eine weitere Erklärungs-Möglichkeit: Graslandschaften in Südafrika heißen „Veld“ (aus dem Niederländischen).
Ab diesem Jahr hätte man vom Brunhildisfelsen aus den Baubeginn der „Reiffenberger[1] Burg“ beobachten können. Mit „Cuno von Reiffenberg“ entstand die „Herrschaft Reiffenberg“, die 1667 ein jähes Ende fand.
Während seine Truppen die Burgen Reiffenberg und Hattstein besetzten, ließ der Mainzer Erzbischof den letzten Reiffenberger Ritter, Philipp Ludwig, in Würzburg gefangen nehmen und zunächst auf der Festung Marienburg, später auf der Burg Königstein, einkerkern. Philipp Ludwig von Reiffenberg starb 1686 nach 18-jähriger Kriegsgefangenschaft. Sein Schwager Graf von Bassenheim übernahm den Besitz.
war das verheerendste des Jahrtausends. Zehntausenden Menschen in den heutigen Gebieten Deutschlands, der Schweiz und Tschechiens hat die Katastrophe das Leben gekostet. In der Terra X-Sendung „Der Rhein“, Teil 2 wurde dokumentiert, wie sehr gerade der Taunus betroffen war. Auf wochenlange Trockenheit folgte der sintflutartige Dauerregen vom 19. bis 22. Juli 1342. Das Wasser riss riesige Mengen an fruchtbarem Ackerland mit. Der Boden wurde bis auf die Felsen ausgewaschen. Menschliches Mitverschulden sehe ich in der Tatsache, dass in den Jahrhunderten zuvor fast alle Wälder entlang des Rheins, des Mains und auch der Moldau gerodet wurden. Wissenschaftler schätzen, dass 13 Milliarden Tonnen Boden (vollbeladener Güterzug, dessen Länge 25x um den Erd-Äquator reicht) in den wenigen Tagen der Magdalenenflut verloren gingen – mehr als ansonsten über Jahrhunderte.
„Viele Standorte sind besonders in den unteren und mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge bis heute nicht mehr ackerbaulich nutzbar. Erst wenn sich in der nächsten Kaltzeit erneut Löss ablagert und in der darauffolgenden Warmzeit neue Böden bilden, könnte hier wieder Bewirtschaftung stattfinden – also in gut 100.000 Jahren“, sagte der Geoökologe Hans-Rudolf Bork in Terra X „Der Rhein“, Teil 2.
„Ein Drittel der gesamten Bodenerosion der letzten 1.500 Jahre vollzog sich in dieser Woche. Manche Dörfer verloren mehr als die Hälfte ihres Ackerlands.“ So steht es in „Spektrum der Wissenschaft“.
Das Wasser des Rheins stand 11,5 m über Normal. Zahllose Brücken wurden weggespült, unter anderem in Dresden, Frankfurt am Main, Würzburg, Bamberg und Prag. Zehntausend Täler im Einzugsgebiet des Rheins waren vom sogenannten „Schluchtenreißen“ betroffen. Es war Juli und Erntezeit. Das bereits reife Getreide schwamm das Rheintal entlang. Nach Rückgang des Wassers diente es den Nagern zur Überernährung und zur massenhaften Vermehrung. Die Wanderratte hatte die Hausratte als Überträger des Pestflohs abgelöst.
In vielen Regionen war Ackerbau unmöglich geworden. Missernten und Hungersnöte folgten, die dann die Ausbreitung der Beulenpest-Pandemie von 1346 - 1353 in Mitteleuropa verstärkte. 25 Millionen Menschen - ein Drittel der Bevölkerung - starb am „Schwarzen Tod“.
In dem Wahn, sie hätten die Brunnen vergiftet, brachte man 1349 in Köln 800 Menschen jüdischen Glaubens um.
In den kommenden Jahrzehnten gaben viele Bewohner ihre Siedlungen in den Auen und Mittelgebirgen auf. Auf einer Taunuskarte von 1675 erkennt man allein zwischen dem „Roten Kreuz“ und Hunoldstal 11 Wüstungen. Wieviele davon auf das Konto der Flut kommen, weiß man nicht. Die Einwohnerzahl der Städte wuchs stark an. Und die Menschen stellten zwangsweise ihre Ernährung um: Während zuvor vor allem Getreideprodukte auf dem Speiseplan standen, wandten sie sich nun notgedrungen dem eigentlich teuren Fleisch zu, denn Rinder und Schweine konnten selbst auf zerstörten Äckern und in den sich wieder ausdehnenden Wäldern weiden. Erst im Laufe des 15. Jahrhunderts normalisierte sich die Landwirtschaft wieder. (aus Spektrum der Wissenschaft)
Die sterblichen Überreste des Ritters Philipp Ludwig wurden in die 1710 erbaute Heilig-Kreuz-Kapelle in Oberreifenberg überführt.
Die Burg steht heute noch. Sie ist vom Brunhildisfelsen aus gut zu sehen.
Der 14-jährige Johann Wolfgang Goethe wandert mit anderen jungen Leuten aus Frankfurt auf den Feldberg. In „Dichtung und Wahrheit“ erwähnt er auch Ausflüge nach Homburg, Kronberg (Kroneburg) und Königstein.
Zur Zeit des Siebenjährigen Krieges herrscht im Taunus bittere Armut. Viele Söhne suchen in den Städten nach Erwerbsmöglichkeiten.
1766 wandern ca. 20 Reifenberger Bürger / innen in die Gegend von Astrachan an der Wolga aus. Seit 1722 wirbt Zarin Katharina II Westeuropäer zur Besiedlung russischer Steppengebiete an. Sie verspricht ihnen Land, freie Religionsausübung, 30 Jahre Steuerfreiheit, Militärdienstbefreiung und Selbstverwaltung.
Dieser Winter, und auch der folgende 1784-85, sind extrem kalt und schneereich. Im Januar ist es auf dem Großen Feldberg bis zu -30° Grad Celsius kalt. Im Sommer zuvor war auf Island der Laki-Ausbruch. 15 km³ Lava fließen aus der Kraterreihe und verteilt sich auf einer Fläche von 565 km². 120 Mio. Tonnen Schwefeldioxid vergiftet Äcker und Weiden. Auch in Japan bricht fast zeitgleich der Asama-Vulkan aus. Für zwei bis drei Jahre verringert sich durch eine Schwefelgas-Asche-Wolke die Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel der Erde. Die Folge sind Missernten in ganz Europa. Auf den ohnehin kargen Böden des Hochtaunus waren die Ernteausfälle besonders hoch.
Die Französische Revolution bringt unruhige Zeiten im Gebiet rund um den Großen Feldberg.
In Bergzabern finden die ersten freien Wahlen auf deutschem Boden statt. Die Gemeinde ruft zusammen mit 31 weiteren Dörfern aus der Südpfalz die „Republik Bergzabern“ aus. Der Freistaat besteht drei Monate. Dann werden die französischen Truppen, die die neue Republik schützen sollen, von preußischen und österreichischen Militärs über den Rhein zurückgedrängt.
Genau so kurzlebig ist auch die „Mainzer Republik“, die von 18. März 1793 bis 22. Juli 1793 nach Vorbild der Französischen Revolution existiert.
Der Versuch, Demokratien zu errichten, endet für Aktive, die nicht rechtzeitig nach Frankreich fliehen können, zumeist im Kerker. Allein in der Festung Königstein sitzen über 300 Sympathisanten der „Mainzer Republik“ ein. Die meisten stammen aus Frankfurt. Sie werden im Sommer 1793 über Bockenheim nach Königstein getrieben. Von preußischen Soldaten zu Pferd angestachelt, schlägt der Pöbel die Gefangenen mit Stöcken, bewirft sie mit Steinen und Kot. Der Mob begreift nicht, dass diese Menschen, die ihnen hier ausgeliefert sind, auch für sie Bürgerrechte und mehr Freiheit erreichen wollten.
In Königstein stellt man fest, dass ein Mann garnicht auf den Gefangenen-Listen steht. Es ist ein Jude. Der Böbel hat ihn in den Pulk der Gefangenen getrieben und bis Königstein nicht entweichen lassen. Judenhass, damals wie heute!