Auf dem Plateau stehen einige Mehlbeerbäume, die meisten eher buschförmig.
Gemahlen und mit Getreidemehl vermischt wurde früher aus seinen Früchten süßes Brot gebacken.
Und nun möchte ich noch von einem Phänomen berichten. Es betrifft eine bestimmte Wespenart, die vorwiegend in Gebäuden auf Bergkuppen zu finden ist.
Das Internet-Lexikon Wikipedia erwähnt Beobachtungen dieser Wespe in Gasthäusern und Kirchen auf Berg-Plateaus Oberbayerns, des Riesengebirges und auf Thüringer Bergen.
Und ich kann nun berichten, dass auch der Große Feldberg im Taunus zu den Bergkuppen zählt, die von der Gelben Schlupfwespe (Amblyteles armatorius), um die handelt es sich, bevorzugt wird. Ich habe sie jahrelang in den Sommermonaten vor und im „Feldberghof“ beobachtet.
Auch dem Gastwirt waren offensichtlich diese besonderen Wespen aufgefallen, denn er beruhigte seine Gäste mit Flyern, auf denen „Unsere Wespen stechen nicht“ stand. Recht hatte er, denn die Gelbe Schlupfwespe hat keinen Giftstachel, sondern das bis zu 16 Millimeter lange Weibchen besitzt nur einen kleinen Legestachen, mit dem sie nicht einmal die menschliche Haut durchdringen könnte. Das tut sie aber bei der Raupe der „Hausmutter“, einem Eulenfalter, der oft nachts gern in die Häuser eindringt, um dort am folgenden Tag zu ruhen. Der schöne Falter wird also nicht umsonst „Hausmutter“ genannt.
Die Gelbe Schlupfwespe legt mit ihrem Legestachel ein Ei in die Hausmutter-Raupe ab und macht diese so zur Wirtin ihres Nachwuchses.
Es ist nicht leicht, ein Quellenverzeichnis zu schreiben. Schreibe ich nichts, dann impliziert dies, der Großteil des Wissens über das beschriebene Thema sei in der unerschöpflichen Tiefe meines Gehirns geboren. Dem ist natürlich nicht so.
Bei Bildern und Texten, die mir liebe Menschen zugeschickt haben, ist die Quellenangabe natürlich unkompliziert. Aber bei den geschichtlichen Texten? Meine historischen Kenntnisse habe ich natürlich irgendwo her, aus Archiven, Lesungen, aus Unterhaltungen mit anderen Personen. Sie haben mir ihr Wissen weitergegeben. Oft habe ich nur nachrecherchiert und aufgeschrieben. Es ist gar nicht so leicht, sich zu erinnern, wer diese Personen jeweils waren, die mit mir über geschichtliche Ereignisse gesprochen haben und über welche Ereignisse? Und wer wiederum hat es denen, die es mir erzählt haben, berichtet? Und von wem hat es jener oder jene erfahren? Oder habe ich darüber gelesen? In welchem Buch, in welcher Zeitung? Von wem geschrieben oder nur abgeschrieben? Bei wem?
So gesehen waren hunderte Personen an dieser Feldberg-Chronik beteiligt. Ich bin nur der Zwerg auf den Schultern von Riesen.
Hier ist einer der Riesen:
Literatur: Helmut Bode: Das Feldberg-Buch, Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 978‑3‑7829‑0303‑5