Ein in Erfurt mit Ziel Rhein-Main-Flughafen Frankfurt gestartetes deutsches Militärflugzeug vom Typ Messerschmitt Bf 110, rammt im Nebel den Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg. Der Benzintank explodiert und der Turm brennt aus. Bei dem Unglück sterben die drei Flugzeuginsassen, die Ehefrau des Turmwärters Sofie Müller und deren Freundinnen Katharina Klappers und Anna Hartleb, ein Wehrmachtsfunker, außerdem 7 Mitglieder eines Bautrupps, der ausgerechnet an diesem Tag dort arbeitet.
Heribert Grambusch aus Oberreifenberg, der zweite Funker, hatte sich einen Tag Urlaub genommen. Normalerweise arbeitet er, wie sein Kollege, in der Radarstation des Fernsehturms und wohnt in einer Unterkunft im Aussichtsturm. Vergitterte Fenster versperren den Menschen den Weg nach draußen, sie müssen ersticken.
Im April 2017 lässt der Taunusklub Niederreifenberg eine Gedenktafel für Sofie Müller im Flur des Feldberg-Aussichtsturms anbringen.
Am 20. Januar wird auf dem Großen Feldberg eine Flak installiert. Die Flakhelfer werden am Schülerheim des Goethe-Gymnasiums bei Oberreifenberg verpflegt. Reste des Mauerwerks, in das eine Gulaschkanone eingebaut wurde, sind heute noch am Schülerheim zu sehen.
Innerhalb eines Monats stürzen zwei deutsche Militärflugzeuge in Feldbergnähe ab. Am 12. Oktober stürzt nahe dem Oberreifenberger Sportplatz eine Maschine in den Sangküppel. Dabei sterben alle 6 Besatzungsmitglieder. Und am 8. November stürzt ein weiteres Flugzeug unterhalb des Gipfels, neben dem Fuchstanzweg, zwischen dem Schülerheim des Goethe-Gymnasiums und der Wegekreuzung oberhalb der „Heimlichen Wiese“ in den Wald. Zwei Insassen kommen mit dem Leben davon, drei Soldaten sterben.
donnern mit beängstigendem Getöse P-47 Thunderboldt-Maschinen der US-Streitkräfte mit je zwei 1.000 Pfund-Bomben (=454kg) unter den Tragflächen, dicht über die Dächer der Taunus-Gemeinde Oberreifenberg hinweg und zerstören Minuten später den großen Fernmeldeturm auf dem Großen Feldberg. Die letzte Bombe soll es gewesen sein, die den Turm trifft und die oberen acht Stockwerke zerstört. Es war die Holz-Konstruktion von Professor Hans Soeder, die die Ausstrahlung von Fernsehbildern erleichtern sollte. Ziel des Angriffs war der von der deutschen Luftwaffe 1944 errichtete Störsender. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich weit über 100 Menschen auf dem Plateau. Keiner wird verletzt. Selbst Heribert Grambusch, der im 10. Stock des Turmes als Funker arbeitet und seine Kollegen in den Stockwerken darunter erreichen rechtzeitig die Luftschutzräume.
Die Flak war schon vor dem Zeitpunkt des Angriffs wieder abgezogen worden.
In Schmitten hat eine Kompanie von Fahnenjunkern aus Weilburg den Rückzug eines Zugs der 6. SS-Gebirgsdivision Nord abgeschirmt.
Der damalige Lehrer der Gemeinden Schmitten und Dorfweil, Heinrich Albert Jäger, berichtet in der Schulchronik, dass bei erbitterten Kämpfen in Schmitten 94 Amerikaner gefallen seien. (Andere Zeitzeugen sprechen von 89 bzw. 91 getöteten amerikanischen Soldaten.) Lehrer Jäger ist auch unmittelbar betroffen, da seine beiden Töchter, sowie eine polnische Zwangsarbeiterin und ein älterer Zivilist von Granaten getötet werden. Auch 27 deutsche Soldaten verlieren an diesem Tag ihr Leben bei Häuserkämpfen in Schmitten. Eine unbekannte Anzahl Männer sterben in Lazaretten.
(Sehr ausführlich beschreibt Helmut Hujer in seinem 2020 edierten Buch „Das Kriegsende im Taunus“ die Ereignisse in den Taunusgemeinden im Frühjahr 1945. Es gelang ihm, auch amerikanische Quellen zu den Vorgängen zu finden. Daher konnte er einige Zeugenaussagen von damals bestätigen oder korrigieren. Nach amerikanischen Schilderungen der Kämpfe um Schmitten sind „nur“ 36 US-Soldaten getötet oder verletzt worden.)
Panzer der US-Army, vermutlich eine Kompanie des III. Bataillon des 417. US-Infanterieregiments, rattern ohne einen Schuss abzugeben durch Oberreifenberg. Ein Mann hatte sich mit weißer Fahne schützend vor das Dorf gestellt.
werden die ersten Häuser in Oberreifenberg beschlagnahmt, Haus Marta, Haus Reifenberg, in der folgenden Woche auch das Haus Siegfried und das Schülerheim des Goethe-Gymnasiums, das aber nie von US-Soldaten belegt wird. Auch einige Privathäuser müssen geräumt werden.
Amerikaner besetzen das Plateau den Großen Feldbergs. Das XX. US-Corps richtet dort eine Funk-Relaisstation ein.
Drei Wochen lang, bis zum 25. April, werden im „Haus Reifenberg“ und im „Haus Marta“ englische Piloten einquartiert. Einer der Offiziere berichtet im „Haus Marta“: „Wir waren schon einmal hier und sahen Menschen in euren Liegestühlen ruhen und dachten, da müssen wir unbedingt unseren nächsten Urlaub verbringen.“ Schwarzer, englischer Humor!
Die amerikanische Militärregierung vereinigt die ehemaligen preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau sowie den Volksstaat Hessen-Darmstadt zum Land . Der Name wurde am 1. Dezember 1946 in Hessen umbenannt. Der Große Feldberg ist somit hessisch.
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