Die Familie Lichtnecker besaß in Wallern / Böhmerwald / Sudetenland eine Konditorei. 1946 wurde die Familie aus ihrer Heimat vertrieben und landete in Niederreifenberg. 1947 bauten die Lichtneckers auf dem Großen Feldberg ein Kiosk, das sie 70 Jahre, von 1948 bis 2018, gemeinsam betrieben.
In der Zeit des „Kalten Krieges“ betrieb die US-Armee eine Abhöreinrichtung auf dem Großen Feldberg gegen ostdeutschen und sowjetischen Funkverkehr. Als jahrelang jeweils 14 Tage im Jahr Funkverbindungen auch aus dem östlichen Russland empfangen werden konnten, glaubte man zunächst an eine Naturbesonderheit. Man stellte jedoch fest, dass zu dem jeweiligen Zeitpunkt ein Riesenrad auf einem Festplatz stand, das entfernte Signale reflektierte. Gegen Bezahlung ließ der Besitzer sein Riesenrad in den folgenden Jahren längere Zeit auf dem Festplatz stehen.
Zur Zeit der Berlin-Blockade von Juni 1948 bis Mai 1949 waren übrigens im nahen „Haus Siegfried“ Rosinenbomberpiloten einquartiert.
Der Landesverband Bergwacht Hessen wird 1947 gegründet und schließt sich zwölf Jahre später der Bergwacht Hessen des Deutschen Roten Kreuz an.
lässt der Hessische Rundfunk den Aussichtsturm unter der Vorgabe, dass dieser auch als Antennenträger zur Abstrahlung des UKW-Programms dienen darf, von der Firma Holzmann wieder aufbauen.
Auch das Feldbergfest findet erstmals nach dem Krieg wieder auf dem Feldberg-Plateau statt.
Für die Deutsche Post beginnt Holzmann ab Mai 1950 mit den Bauarbeiten am großen Fernsehturm. Zur besseren Abstrahlung der Programme sind jetzt die oberen 10 Stockwerke aus Holz.
An diesem Tag wird das erste Feldbergrennen nach dem Krieg für Motorräder, Sport- und Rennwagen ausgetragen. Ab 1951 gehören die Rennen zur Deutschen Motorrad-Straßen-Meisterschaft. Es sind nur noch Motorräder zugelassen, weil Rennwagen auf der schmalen Strecke kaum überholen können. Zu den Siegern gehören unter anderen die Welt- und Europameister: „Schorsch“ Meier, Wilhelm Noll - Fritz Cron, Werner Haas, H. P. Müller und Ewald Kluge.
geht ein Fernseh-Versuchssender in Betrieb und am 1. Weihnachtstag 1952 wird erstmals ein ausgestrahlt. (Ab 1983 wird kein Bedienungspersonal mehr nötig sein, denn gesteuert werden die digitalen Geräte vom Frankfurter Fernsehturm aus).
Was 1929, beziehungsweise 1936, in Deutschland begonnen wurde, kann erst jetzt fortgesetzt werden.
Franz Bradler vom SCT Frankfurt, der 1954 bei den Deutschen Alpine-Ski-Meisterschaften Flachlandmeister in der Dreierkombination wird, stellt auf der „Großen Feldberg-Sprungschanze“ mit 40 m einen neuen Rekord auf.
In den Wintern der 50er Jahre gibt es im Taunus noch reichlich Schnee. Auf dem Nordwest-Abhang des Feldbergs, dem „Siegfriedschuss“ und der „Heimlichen Wiese“, werden sogar Bezirks- und Hessische Meisterschaften ausgetragen. Einen Lift gibt es nur auf der „Heimlichen Wiese“, nicht aber am „Siegfriedschuss“. An Schnee-Sonntagen werden Busse eingesetzt, die die Sportler nach einer Abfahrt bis zum Gasthaus „Weilquelle“ in Niederreifenberg wieder zum Feldberggipfel bringen.
Das Feldberg-Plateau sonntags:
Erb / Jordan gewinnen die Deutsche Juniorenmeisterschaft im Zweierbob auf der von Philipp Schneikert erbauten neuen Bobbahn zwischen Feldberg und dem Schülerheim des Goethe-Gymnasiums bei Oberreifenberg.
Hans Rösch wird auf der Feldberg-Bobbahn Deutscher Viererbob-Meister vor Franz Schelle. Feldbergpokal-Gewinner wird Olympia-Sieger Anderl Ostler im 2er-Bob. Im Bundesarchiv als Video zu sehen unter: //www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583255?set_lang=de
Das einzige, von den ehemals drei, verbliebene Gasthaus Sturm wird seit 1958 von dem Hamburger Paul Deeke bewirtschaftet.
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